Irland

Die grüne Insel ist eines meiner Lieblingsreiseziele. Ich war schon mit dem Bus, dem Fahrrad und dem Hausboot dort, im August 2001 verbrachte ich dann 14 Wandertage mit dem DAV-Summitclub in Connemara. In diesen beiden Wochen waren wir in verschiedenen Gebieten unterwegs. Oft hat es zwar heftigst geregnet, aber ein paar Photos gelangen trotzdem (die Seite ist in mehrere Einzelseiten unterteilt). Markierte Wanderwege gibt es dort nur wenige, daher führten fast alle Touren zumindest teilweise querfeldein durchs Gelände. Selbiges ist praktisch immer nass, vor allem, wenn man wie wir eine mehrtägige Phase mit Dauerregen erwischt. Wasserfestes Schuhwerk ist also angesagt, Stöcke sind auch sehr von Vorteil. Ganz praktisch wäre ein Utensil, welches das Übersteigen der zahlreichen Zäune und Mauern erleichtert, aber das muß wohl erst erfunden werden. Ich könnte mir gut eine Trittleiter vorstellen, wie sie Maler verwenden, aber das ist vielleicht ein wenig zu sperrig auf einer langen Tour.
An der Küste schien die Vegetation üppiger zu sein als nur wenige Kilometer landeinwärts, zumindest was das Vorkommen von Rhododendren und Riesenrhabarber anbetrifft. Im August sind leider viele Blumen und Sträucher schon verblüht. Allgegenwärtig sind aber immer noch Fuchsien und Montbretien.
Was das Photographieren angeht: Niemals darauf spekulieren, daß ein Motiv nochmal in besserem Licht auftaucht. Es kann leicht passieren, daß man das gewünschte Motiv (zum Beispiel Pflanzen oder Tiere) nie wieder sieht. So ging es mir mit dem Riesenrhabarber und beinahe auch mit Sonnentau und den für die Gegend doch so typischen Connemara-Ponies. Ganz schlecht lassen sich auch die zahlreichen Schafe photographieren: Kaum sehen sie Menschen, ergreifen sie auch schon die Flucht. Dabei gäbe es so tolle Exemplare, sogar eins mit gelb-lackierten Hörnern haben wir gesehen.
Die irische Küche ist sehr gut (viel besser als die englische). Wir bekamen Lachs, Lamm, Beef, Kabeljau und sogar Rochen. Die Portionen sind zumeist allerdings riesig, selbst ohne die obligaten Beilagen (Erdäpfel in verschiedenen Zubereitungen, Karfiol, Karotten).

Connemara ist einer der ärmeren Landstriche, es gibt dort kaum Landwirtschaft (von Schafzucht und etwas Viehhaltung abgesehen), von Industrie ganz zu schweigen. Doch an vielen Orten ist deutlich, daß hier vor der Hungersnot (Mitte des 19.Jahrhunderts) viel mehr Menschen gelebt haben. Auch in entlegenen Gebieten, manchmal an sehr steilen Hängen, kann man immer noch die Lage der einstigen Kartoffelfelder erkennen. Und immer wieder die Ruinen verlassener Häuser oder sogar ganzer Ortschaften, wie auf Inishark.

Auf den Landkarten sind jede Menge archäologischer Stätten eingezeichnet. Nicht immer ist davon noch viel zu sehen. Doch selbst wenn noch etwas übrig ist, dann sollte man nicht damit rechnen, daß auch nur ein einziger Wegweiser hinführt. Ein Beispiel ist Clifden Castle. Obwohl es das Wohnhaus des Gründers von Clifden war (dem ganz in der Nähe ein unglaublich häßliches Denkmal gewidmet wurde), weist keine einzige Tafel darauf hin. Wir erfuhren von seiner Existenz zufällig durch eine Postkarte. Die Straße, an der das Castle liegt, wird praktisch in jedem Connemara-Führer unter der Bezeichnung "Sky Road" als absolutes Muß genannt. In Clifden fehlt jedoch jeder Hinweis auf eine Sky Road.

Im August war von den Maßnahmen gegen die Maul-und-Klauen-Seuche nicht mehr viel zu spüren, nur an manchen Zäunen hingen noch Verbotsschilder. Die Seuchenteppiche am Flughafen waren allerdings immer noch vorhanden.

Ring of Kerry / Halbinsel Dingle

Einen Detailbericht über meine Radtour in Kerry gibt es bei Cycling in Ireland..